Afrika und Europa – Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft

Afrika und Europa – Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft

Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika (Entwurf)

Mehr denn je ist unsere Zukunft – und die unserer Kinder und Enkel – mit der Zukunft unseres Nachbarkontinents Afrika verbunden. Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas verdoppeln. Dadurch entstehen globale Herausforderungen, denen wir uns schon jetzt stellen müssen. Dazu gehört zum Beispiel, wie die Kernfrage gelöst werden kann, jährlich 20 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, die Ernährung der Menschen in Afrika sicherzustellen, eine nachhaltige Energieversorgung aufzubauen – und dies ohne das Klima zusätzlich zu belasten und ohne die Ressourcen der Umwelt zu verschwenden.

Wenn der afrikanische Kontinent vor Herausforderungen steht, ist Europa mitbetroffen. Es ist eine Frage der Humanität, aber auch des ureigenen Interesses Europas, zur Bewältigung solcher Herausforderungen beizutragen. Gelingt eine nachhaltige Entwicklung in den Staaten Afrikas nicht, wird sich dies in den nächsten Jahrzehnten auch in Deutschland und Europa negativ auswirken.

Europa und Afrika sitzen in einem Boot. Deshalb benötigen wir einen Marshallplan mit Afrika – ein konzertiertes Vorgehen in ganz neuen Größenordnungen mit mehr Investitionen. Wir wollen mit dem Marshallplan ein Signal der Zuversicht und des festen Willens, einen Weg des Friedens und der Entwicklung in der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika zu finden, senden.

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel und müssen begreifen, dass Afrika nicht der Kontinent billiger Ressourcen ist, sondern die Menschen dort Infrastruktur und Zukunft benötigen. (Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller)

Gestalten Sie den Plan mit!

Die Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika wurden in den vergangenen Monaten entwickelt (siehe Broschüre). Herausgeber der Broschüre ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Referat Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kommunikation und Besucherdienst (Redaktion: BMZ, Projektgruppe Marshallplan)

Jetzt braucht das BMZ Ihre Hilfe.

Unsere afrikanischen Partner, Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik sowie alle interessierten Bürger sind eingeladen, unsere Vorschläge und Lösungsansätze zu kommentieren und weiterzuentwickeln. Denn unser Plan ist dynamisch. Es gibt nicht EINE Lösung, EINEN Weg, EINEN Plan, um auf die Herausforderungen des afrikanischen Kontinents zu reagieren.

Nutzen Sie die Chance, Ihre Ideen in den Plan einfließen zu lassen. Wir freuen uns auf einen konstruktiven Dialog.

Weitere Informationen finden Sie auf den dafür eingerichteten Webseiten des BMZ.

Beachten Sie vor allem auch die Denkschrift für die Bundesregierung: Migration, Nachhaltigkeit und ein Marshall Plan mit Afrika

Direkter Download des Entwicklungskonzepts.

Migration, Nachhaltigkeit und ein Marshall Plan mit Afrika

Migration, Nachhaltigkeit und ein Marshall Plan mit Afrika

Denkschrift für die Bundesregierung

Club of Rome und Senat der Wirtschaft haben für die Bundesregierung die Denkschrift „Migration, Nachhaltigkeit und ein Marshall Plan mit Afrika“ vorgelegt. Viele Autoren haben bei dieser Arbeit mitgewirkt. Das Ergebnis liegt in einer Kurz- und in einer Langversion vor. Zu einigen der aufgenommenen Beiträge wurden aus Platzgründen kürzere Varianten in eine Denkschrift integriert. Die längeren Texte finden sich in einem Materialband.

In der Denkschrift argumentieren der Senat der Wirtschaft und der Club of Rome klar für eine neue Perspektive: einen Marshall Plan mit Afrika mit besonderem Fokus auf Teile der MENA-Region.

Der Aufbau der Denkschrift ist wie folgt: Am Anfang steht eine Zusammenfassung samt thematischer Einordnung. In Teil I folgt dann zunächst ein Abriss der Geschichte der Migration rund um das Mittelmeer. In Teil II wird der Begriff der Nachhaltigkeit in einer konsequent internationalen Ausrichtung der Begriffsbildung diskutiert. In diesem Kontext wird aufgezeigt, dass erheblich erhöhte Querfinanzierungsmittel aus den reichen in die ärmeren Länder Voraussetzung dafür sind, globale Nachhaltigkeit zu erreichen, und zwar als notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung. Wenn man sich diesem sensiblen Thema verweigert, kann eine nachhaltige Entwicklung nicht erreicht werden, nicht in Afrika und nicht in anderen sich entwickelnden Regionen der Welt. Diese Zusammenhänge werden erläutert. Außerdem wird mit Bezug zu Erfahrungen aus anderen Bereichen, z.B. der deutschen Wiedervereinigung, klar gemacht, dass sogar erheblich gesteigerte Größenordnungen öffentlicher Querfinanzierung erforderlich sind, wenn Nachhaltigkeit das Ziel ist.

Download

Die Broschüren können auch auf den Webseiten des Senat der Wirtschaft (www.senat-deutschland.de, www.senatsinstitut.de) und des Club of Rome (www.clubofrome.de, www.clubofrome.org) heruntergeladen werden.

Microcredit – Adressing an Ongoing Debate (engl. version)

Microcredit – Adressing an Ongoing Debate (english version)

The english version of the microcredit study is available for download now. A short description with the download link can be found here.

The original german version is also available on this server.

CO2-neutrales Heizöl ohne Preisaufschlag

AVIA bringt erstes CO2-neutrales Heizöl ohne Preisaufschlag auf den Markt

22 mittelständische Unternehmen der AVIA-Gruppe liefern ihren Kunden ab Februar nur noch klimaneutrales Heizöl an, für das z.B. in Entwicklungsländern in Projekte zur CO2-Senkung investiert wurde. Die Unternehmer, die dahinter stecken, verstehen die Investition als Einstieg in einen weitreichenden Transformationsprozess der Mineralölbranche.

Prof. Dr. Franz Josef Radermacher, Mitglied des Club of Rome und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministeriums: „Die Begrenzung der Erderwärmung wird nur gelingen, wenn die reichere Hälfte der Welt – und damit auch die Wirtschaft in diesen Ländern – das Geld für konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion aufbringt – zu Hause und in der ganzen Welt. In diesem Sinne ist der Vorstoß von AVIA absolut wegweisend.“

Ansicht und Download der Pressemitteilung vom 20. Febr. 2017.

Kassensturz „Mikro­kredite“ – Ergebnisse Podiumsdiskussion

Kassensturz „Mikrokredite“

10 Jahre Friedensnobelpreis an Muhammad Yunus

Diskussion zu Entwicklungen, Risiken und Nebenwirkungen
Podiumsdiskussion mit Prof. Radermacher
Montag, 12. Dezember 2016, 19 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Friedensnobelpreis für eine Bank

2006 erhielt Muhammad Yunus für seine Idee der Mikrokredite den Friedensnobelpreis. Seither flossen viele staatliche und pr ivate Gelder in die Mikrofinanz. Sie sollten kleine Unter nehmen stärken, Armut in Ländern des globalen Südens verringern und vor allem Frauen ein Einkommen und mehr Eigenständigkeit ermöglichen.

Weg aus der Armut oder in die Überschuldung?

Kredite an „arme“ Menschen – trotz anfänglicher Skepsis erwies sich die Idee als erfolgreich. Investmentfonds entdeckten darin gar eine neue Anlageklasse. Doch die anfängliche Euphorie über das armutsmindernde Instrument wurde bald durch harsche Kritik getrübt: von Überschuldung, neoliberaler Ausbeutung und Abwärtsspirale war die Rede.

Zeit für einen Kassensturz!

10 Jahre nach Verleihung des Friedensnobelpreises wurde zu einer Diskussion über die Erfahrungen der letzten Jahre eingeladen. Dabei sind Innovationen und neue Entwicklungen im Bereich der Mikrofinanz, wie z. B. Mikroversicherungen und die Nutzung digitaler Techniken zur Kostensenkung erörtert worden.

Zusammenfassung der Veranstaltung

Auf der Webseite des Oikocredit Förderkreis Baden-Württemberg e.V. ist eine Zusammenfassung der Veranstaltung veröffentlicht, in der auch Verlinkungen zur Eröffnungsrede von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Radermacher sowie der Mikrokreditstudie enthalten sind.

Tod eines Dogmas

Anmerkung zum ZEIT-Artikel „Tod eines Dogmas“
DIE ZEIT Nr. 24, 02.06.2016

Ein wichtiger Artikel, zu dessen Verbreitung wir am FAW/n in Ulm in großem Umfang beitragen wollen. Er beschreibt das Ende des neo-liberalen Paradigmas. Dies ist genau das Paradigma, gegen das wir und viele Mitstreiter in seiner Ausprägung als Marktfundamentalismus und quasi „Ersatzreligion“ schon seit mehr als 20 Jahren argumentiert haben. Dieses Paradigma setzt auf die Dominanz „freier Märkte“ und immer weitergehender Deregulierung, insbesondere auch des Finanzsystems, als Lösung für die Probleme der Welt. Es wird nun auch auf IWF-Ebene „begraben“. Statt eines freien Marktes, der angeblich alle Probleme löst und insbesondere in seiner Radikalität die Freiheit der Stärkeren zu Lasten der Freiheiten der Übrigen gefördert hat, ist das neue Paradigma ein adäquat reguliertes Marktsystem.

Für uns in Deutschland mit der Tradition der Sozialen Marktwirtschaft, inzwischen fortentwickelt zu einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft (Ökosoziale Markt­wirtschaft), ist das letztlich nichts Neues. Mittlerweile ist ein solcher Ansatz unter der Bezeichnung „Green and inclusive economy“ auch das internationale Programm der Weltgemeinschaft, von UN über Weltbank bis zur OECD und jetzt auch des IWF. Letzteres ist besonders interessant, da der IWF lange Zeit unter dem Begriff des sogenannten „Washington Consensus“ mit massivem Druck Staaten in Finanznöten, im Besonderen sich entwickelnden Ländern das neo-liberale Programm aufgezwungen und viele dieser Staaten und ihre Menschen dadurch erheblich geschadet hat. Im Besonderen ist auch die Weltfinanzkrise eine Folge dieses Programms, das Reiche reicher und viele andere eher ärmer gemacht hat, von den massiven Zusatzbelastungen der Staaten im Schulden­bereich an dieser Stelle gar nicht erst zu reden.

Es ist gut, dass diese Erkenntnis nun auch DIE ZEIT erreicht hat, die lange Zeit durchaus in vielen Beiträgen das neo-liberale Denken mit transportiert hat. Dass jetzt eindeutig festgestellt wird, dass viele Akteure bei ihrem „Nachbeten“ dieses überaus wirksamen Marketingprogramms für die Förderung von Interessen leistungsstarker Insider einem Trugschluss aufgesessen waren, ist wichtig und ein Schritt nach vorne.

Zeit Artikel: Tod eines Dogmas

FAW/n trauert um Rupert Neudeck

Das FAW/n hat mit Trauer die Mitteilung zum Tode von Rupert Neudeck, dem Gründer mehrer Hilfsorganisationen und Helfer der Flüchtlinge, aufgenommen. Er starb am 31.05.2016 an den Folgen einer Herz-Operation. Zwischen Rupert Neudeck und F.J. Radermacher gab es seit vielen Jahren einen engen Austausch zu den Themen Nachhaltigkeit, Flüchtlinge und weltweite Kooperation.

Rupert Neudeck (1939-2016) arbeitete seit Anfang der Siebzigerjahre als Journalist. Er wurde besonders bekannt durch die Gründung mehrerer Hilfsorganisationen und besonders durch die „Cap Anamur“.

Rupert Neudeck setzte sich viele Jahrzehnte seines Lebens sehr stark für Flüchtlinge ein, wohl auch aus eigener Erfahrung; er selbst musste in seiner Kindheit aus seiner damaligen Heimat Danzig fliehen.
Nach seinem Abitur studierte er er Philosophie, Germanistik, Soziologie und Katholische Theologie. Er schloss sein Studium 1970 ab, welches er 1961 kurz unterbrach, um einem Jesuitenorden beizutreten. In seiner Studienzeit begann Neudeck, als studentischer Redakteur, für den Semesterspiegel zu schreiben; nach seinem Abschluss wurde er dann hauptberuflich Journalist.

Als er, 1979, die Not der vietnamesischen Flüchtlinge sah, gründete er das Komitee „Ein Schiff für Vietnam“,  aus welchem später die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V. entstand.

Auch danach setzte sich Neudeck immer für Flüchtlinge ein, wobei er es immer verstand die Medien auf seine Seite zu holen.

2002  verabschiedete sich Neudeck bei Cap Anamur. 2003 rief er mit Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime, die Grünhelme ins Leben – ein internationales, interreligiöses Friedenscorps.

Rupert Neudeck erhielt bis zuletzt eine Vielzahl von Preisen, Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden. Das FAW/n wird ihm ein bleibendes Andenken bewahren.

Dr. Rupert Neudeck, Vorsitzender Grünhelme e.V., Troisdorf

Foto: Marco Urban @ Flickr.com
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Neuer Auftrag des FAW/n in Wechsel-wirkung mit dem BMZ

Das FAW/n arbeitet mit Partnern in Wechselwirkung mit dem BMZ in einem neuen Auftrag an spannenden Fragen.

Forschungsvorhaben „Eine bessere Globalisierungsgestaltung:
Handlungspotenziale aus entwicklungspolitischer Sicht“
Das Projektvorhaben umfasst zwei Teilvorhaben, und zwar „Wertschöpfungsketten und Nachhaltigkeit – Möglichkeiten und Grenzen im WTO- und EU-Recht“ sowie „Umsetzung der Sustainable Development Goals 2015-2030 – Anforderungen an Global Governance und Möglichkeiten der Umsetzung“.

Teilprojekt I des Forschungsvorhabens
Eine bessere Globalisierungsgestaltung: Handlungspotenziale aus entwicklungspolitischer Sicht
Studie: „Wertschöpfungsketten und Nachhaltigkeit – Möglichkeiten und Grenzen im WTO- und EU-Recht“

Das Thema der Nachhaltigkeit gewinnt im Kontext internationaler Wertschöpfungsketten international immer mehr an Bedeutung. Das BMZ ist in diesem Themenfeld besonders aktiv und hat entlang der textilen Kette im Kontext der großen Unfälle in Produktionsstätten in Bangladesch und Pakistan mit hoher Öffentlichkeitswirksamkeit Initiativen gestartet. Diese haben u. a. zur Etablierung des Labels „Bündnis für nachhaltige Textilien“ geführt, dem sich mittlerweile große Teile der deutschen Hersteller und Handelsketten in dieser Branche angeschlossen haben. Untersucht werden sollen in der Studie insbesondere 6 Ansätze unterschiedlicher Wirkungstiefe:

1. Nutzung des Instruments des Labelling
2. Subvention über eine Handelsabgabe
3. Mehrwertsteueroptionen und Zollpräferenzen
4. Öffentliche Beschaffung
5. Gemeinwohlökonomie
6. Veränderungen auf der WTO-Ebene

SDGs Poster

Teilprojekt II des Forschungsvorhabens
Eine bessere Globalisierungsgestaltung: Handlungspotenziale aus entwicklungspolitischer Sicht
Studie: „Umsetzung der Sustainable Development Goals 2015-2030 – Anforderungen an Global Governance und Möglichkeiten der Umsetzung“

Die Untersuchung nimmt die vor kurzem erfolgte Verabschiedung der 17 sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) als Ausgangspunkt der Analyse. Hinter den 17 SDGs sind 169 Unterziele hinterlegt. Wie schon die früheren MDGs sind die Ziele rechtlich nicht verbindlich, es gibt kein dediziertes Budget und der genaue Adressat für die Umsetzung ist unklar, sieht man von der Verantwortung jeder einzelnen Regierung für die Umsetzung auf ihrem Territorium einmal ab. Die unbedingt notwendige internationale Wechselwirkung, ohne die viele der Ziele auf keinen Fall erreicht werden können, ist in der Konkretisierung sehr viel unklarer. Das betrifft insbesondere unbedingt erforderliche Finanzierungsinstrumente, die letztlich von den wohlhabenden Ländern direkt oder indirekt getragen oder mitgetragen werden müssen, wenn Entwicklung gelingen soll, ähnlich dem jetzt verabredeten Green Climate Fund und weiteren Instrumenten im Umfang von mindestens 100 Milliarden $ pro Jahr zugunsten von Aktivitäten ärmerer Länder im Klimabereich.

Die Bereitstellung dieser Finanzmittel wird allerdings schwierig werden. Insofern stehen der Umsetzung der Ziele viele Hürden entgegen. Dies umso mehr als sich die Ziele teilweise widersprechen, zumindest beim gegebenen Stand der verfügbaren Technologie. Ganz offensichtlich ist das Ziel von viel mehr Wohlstand für immer mehr Menschen bei rasch wachsender Weltbevölkerung mit den formulierten Umweltschutzzielen bei heutigen Technologien und Stand der Regulierung der Weltmärkte nicht kompatibel. Die Studie versucht herauszuarbeiten, welche unmittelbaren, sofort umsetzbaren Maßnahmen dennoch möglich sind. Außerdem wird diskutiert, wie eine Global Governance-Struktur, die auch eine Chance auf Umsetzung besitzt, aussehen muss, mit deren Hilfe die Ziele potenziell erreicht werden können. Diese muss dann insbesondere auch Wirkung in Richtung anderer technischer Lösungen induzieren, die vermehrten Wohlstand bei geringem Ressourcenverbrauch und Vermeidung einer Klimakatastrophe für die Menschen weltweit ermöglichen. Hier kann an die in den letzten Jahren erfolgte Umorientierung der internationalen Sicht auf tragfähige ökonomische Systeme angeknüpft werden. Diese Umorientierung betrifft den Perspektivwechsel von freien Märkten zu ökologisch-sozial geeignet regulierten Märkten (green and inclusive markets sowie green and inclusive growth).

Lothar Spaeth - Einweihung CIM-Minifabrik

FAW/n trauert um Lothar Späth

FAW/n trauert um Lothar Späth

Das FAW/n hat mit Trauer die Pressemitteilung zum Tode des früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Lothar Späth, aufgenommen.

Als Ministerpräsident hat Lothar Späth nicht nur wesentlich dazu beigetragen, unser Land voranzubringen und die Wissenschaftsstadt Ulm zu etablieren, sondern in diesem Kontext auch das damalige Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) mit Partnern aus der Industrie und der Universität Ulm als erstes Institut für Künstliche Intelligenz in Deutschland ins Leben gerufen. Nach seinem Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft hat Lothar Späth die Verbindung zum FAW, im Besonderen zum Institutsleiter und später auch zum FAW/n, immer aufrecht erhalten. So waren aus seinem Wirkungsumfeld die Unternehmen Jenoptik und m + w Zander zeitweise Stifter des FAW.

Wir werden Lothar Späth ein bleibendes Andenken bewahren.

Lothar Spaeth - Einweihung CIM-Minifabrik

Einweihung der FAW-fischertechnik-Produktionsanlage im Jahr 1990

im Bild von links nach rechts: Klaus Fischer (Unternehmensgruppe fischer), Dr. Eberhard Leibing (Wirtschaftsministerium Stuttgart, damals Kuratoriumsvorsitzender), Hanns Albrecht Maute (Wirtschaftsministerium Stuttgart), Lothar Späth, Helmut Xander (LEG, Bauherr des FAW), Institutsleiter Prof. F. J. Radermacher, Prof. Werner Mellis (damals Daimler Benz AG, Ulm)

UN-Klimakonferenz in Paris 2015 – Pressemitteilung

UN-Klimakonferenz in Paris 2015 – Pressemitteilung

Prof. Radermacher, Präsident des Senate of Economy International, begrüßt die Ergebnisse des Klimagipfels in Paris. Was dort erreicht wurde, ist ein großer Schritt vorwärts. Natürlich haben sich viele mehr erwartet. Aber dies war nicht realistisch. Das, was jetzt erreicht wurde, ist die „halbe Miete“ auf dem Weg zur Erreichung des 2-Grad-Ziels – und vielleicht gelingt es ja sogar, darunter zu bleiben. Das jetzige Ergebnis eröffnet dem Privatsektor die Chance, die zweite Hälfte zu leisten. Freiwillige Klimaneutralität und entsprechende Maßnahmen durch Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen sind dafür der Schlüssel. Die Welt Wald Initiative des Senats zeigt, was jetzt zu tun ist.

Pressemitteilung (engl.)