Die Zukunft der digitalen Maschine:

Was kommt auf uns zu?

Langfassung zu einer umfangreichen Überarbeitung des Vortrags von Prof. Radermacher „Die Zukunft der digitalen Maschine: Was kommt auf uns zu?“ im Rahmen der Vortragsreihe „Innovation“ der TU Dresden am 01.12.2014. Der Text beruht in Teilen auf einem Beitrag „Algorithmen, maschinelle Intelligenz, BIG DATA: Einige Grundsatzüberlegungen“, veröffentlicht im Scherpunktheft „Big Data contra große Datensammlung. Chancen und Risiken für die Gesundheitsforschung“ des Bundesgesundheitsblattes, Mitte 2015. Eingeflossen sind auch Überlegungen aus einem Beitrag für die Computerwoche, Ausgabe 38-39/2014.

Die Frage „Was ist künstliche Intelligenz?“ bewegt viele Menschen. Viele fragen sich, inwieweit eine Maschine jetzt oder in Zukunft tun kann, was der Mensch tut oder kann? Gibt es prinzipielle Unterschiede zwischen dem, was der Mensch kann und dem, was Maschinen können bzw. irgendwann können werden? Manche interessieren sich auch für die Frage nach der Intelligenz der Menschheit als Superorganismus. Dahinter steht die Überlegung, dass man die Menschheit in ihrer Gesamtheit als ein einziges Lebewesen sehen kann. Ist die Menschheit etwas anderes als eine „Herde von Menschen“? Von der Intelligenz her betrachtet geht es darum, ob die Menschheit eine eigene Form der Intelligenz besitzt, die mehr ist als die Summe der „Intelligenzen“ der Menschen. Darüber hinaus kann man fragen, ob die Menschheit ein Bewusstsein von sich selber besitzt, dass etwas anderes ist als die Addition der Bewusstseinskapazitäten der einzelnen Menschen? Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus bei all der Intelligenz, die uns auf der Ebene der Individuen, wie auf der Ebene der Menschheit als Ganzes auszeichnet?

Die Zukunft der digitalen Maschine (Langvariante)